Das Marburger Institut Empirica hat im Rahmen der Plattform jesus.de 1846 Personen nach ihrem Verständnis von Bekehrung gefragt. Die Ergebnisse der Studie sind sehr interessant, sowohl im Hinblick auf die Frage nach dem theologischen Verständnis der Bekehrung (Gottes Wirken oder menschliches Handeln? Ist Bekehrung ein Prozess oder eine einmalige Entscheidung? Was war ausschlaggebend für deine Bekehrung?) als auch im Hinblick auf denominationelle Unterschiede. So war in der Befragung von Landeskirchlern bis hin zu Pfingstlern jede Gruppe vertreten.
Was ist Bekehrung?
Posted: 6. Juli 2011 in TheologieTags:Bekehrung, Gemeinde, Glaube, Mission, Theologie
Glauben und Denken 1/2011
Posted: 24. Mai 2011 in TheologieTags:Bibel, Glauben und Denken, Musik, Prädestination, Theologie
Die Zeitschrift Glauben und Denken 1/2011 des Martin-Bucer-Seminars ist soeben erschienen mit Aufsätzen zur Prädestinationslehre und zum Weltbild der Bibel und einem ausführlichen Rezensionsteil. Meinerseits habe ich eine Rezension zur Monografie von Geiger/Kessler „Musik, Tanz und Gott. Tonspuren durch das Alte Testament“ beigesteuert.
Die Zeitschrift ist hier kostenlos zum Download bereitgestellt.
Happy Birthday einmal anders:
Viel Spaß beim Raten!
Christenverfolgung wird politisches Thema
Posted: 6. Mai 2011 in Aktuelles, TheologieTags:China, Christenverfolgung, Politik, Religionsfreiheit, Türkei
Es ist zu begrüßen, dass das Thema Christenverfolgung und Religionsfreiheit in Deutschland auch in der Politik immer mehr aufgenommen wird. Die Zeitschrift „Die Politische Meinung“ der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung hat ihre April-Ausgabe unter den Titel „Gepeinigte Christen“ gestellt. Darin finden sich Aufsätze zur aktuellen Lage der Christen in der Türkei, in China (primär aus katholischer Sicht) und auch allgemeine Aufsätze, warum das Thema in der Politik an Bedeutung gewinnen muss (u.a. ein Artikel von Volker Kauder).
Inzwischen ist die Ausgabe hier online erhältlich.
Gustav Mahler spielt seine Sinfonie
Posted: 5. Mai 2011 in MusikTags:Aufnahme, Gustav Mahler, Recording
Es ist ein unglaubliches Zeitzeugnis, das uns mit einer Klavierrolle von Gustav Mahler geblieben ist. Er spielt den ersten Satz seiner großen fünften Sinfonie selbst am Klavier mit einer unglaublichen musikalischen Genialität. Mahler zeigt, dass er ein großer Komponist und Musiker war.
Ein Lied und ein Gebet:
Lord, Your grace is more than forgiveness,
Lord, Your grace is the death of my pride.
Lord, Your grace is the cause of my existence,
It calls me to surrender my life.
Sovereign, mighty father! Be the sailor in my life!
Lead me home in the wind of Your Spirit,
on the river of Your awesome grace!
Möge die Gnade des Evangeliums unsere Leben verändern und uns aufblicken lassen zu unserem Herrn und Erlöser Jesus Christus!
Arabische Ostern
Posted: 29. April 2011 in Musik, TheologieTags:Anbetung, Flashmob, Lobpreis, Orient, Ostern, Worship
Während es ja in der westlichen Welt schon Mode geworden ist, sich vor Weihnachten zu einem Händel-Flashmob zusammenzufinden, haben arabische Christen dasselbe zu Ostern in Beirut getan:
Gefunden auf Euangelion
Doug Wilson erklärt, wie in der heutigen Zeit Demut und Arroganz vertauscht wurden. Derjenige, der nicht von sich selbst redet, sondern von der Bibel, gilt als arrogant. Wer aber immer über sich redet, gilt als demütig.
Schreiner – Galatians (ZECNT)
Posted: 26. April 2011 in TheologieTags:Exegese, Galatians, Justification, Neue Paulusperspektive, New Perspective, Rechtfertigung, Schreiner, Zondervan Exegetical Commentary
Gerade frisch auf meinem Schreibtisch liegt der im vergangenen Jahr erschienene Kommentar von Thomas R. Schreiner, Professor am Southern Baptist Theological Seminary, zum Galaterbrief in der ebenfalls sehr neuen Kommentarreihe Zondervan Exegetical Commentary on the New Testament (ZECNT). Diese Kommentarreihe setzt neue Maßstäbe, was das Layout von Bibelkommentaren angeht und ist an Übersichtlichkeit kaum zu überbieten, insbesondere die gründlichen Satzgliederungen sind eine große Stärke der neuen Reihe. Doch noch weitaus bedeutender ist der theologische Ertrag von Schreiners Kommentar. Schreiner hat einen der ersten wenn nicht den ersten Kommentar zum Galaterbrief verfasst, der sich kritisch mit der New Perspective auseinandersetzt und ihre Thesen diskutiert. Auf dem Einband heißt es:
In his commentary on Galatians, Thomas R. Schreiner presents a brief and lucid commentary for pastors, students, and laypeople, while also attending to questions that have arisen in light of the New Perspective on Paul. Schreiner, endorsing a Reformation reading of the text, reminds readers of Paul’s chief concerns in writing the letter: justification by faith, the full divinity of Christ, freedom from the power of sin through the death and resurrection of Christ Jesus, and dependence on the Holy Spirit to live the Christian life. Schreiner argues that it is not enough to read Galatians with an academic lens; we must realize that these are issues of life and death, and we must let the gospel revive us.
Einkaufsmöglichkeit hier.
Wenn Sünde ihre Bedeutung verliert…
Posted: 18. April 2011 in TheologieTags:Dogmatik, Evangelium, Harmatiologie, Härle, Luther, Neue Paulusperspektive, Rechtfertigung
Wilfried Härle kritisiert deutlich aber differenziert in seinem Aufsatz „Paulus und Luther“ das Verständnis von Sünde in der Neuen Paulusperspektive:
„Zu den Punkten, an denen E. P. Sanders einen Gegensatz zwischen Paulus und Luther sieht, gehört auch die Frage, welche Rolle die Sünde im Leben des Christen spielt. Dabei vertritt Sanders die Auffassung, daß Paulus wie auch Petrus sich weder vor ihrer Begegnung mit Christus noch nach ihr als Sünder fühlten, sondern – aufgrund ihrer Gesetzestreue – »innocent enough« waren und sich fühlten. Luther hingegen «war von der Tatsache überwältigt, daß er, wiewohl Christ, sich gleichwohl als ›Sünder‹ empfand.“ (S. 387)
Dem gegenüber wird bei Paulus und bei Luther deutlich:
„Durch die Zurechnung der fremden Gerechtigkeit Christi ist die Macht der Sünde gebrochen, sie herrscht nun nicht mehr, sondern Christus herrscht. Aber die Macht der Sünde ist nicht vollkommen beseitigt, sondern als ständige Versuchung gegenwärtig. Und hierfür beruft sich Luther immer wieder auf Paulus, insbesondere auf Röm 6.“ (S. 388)
Wer wie Sanders u.v.a. das Problem der Sünde derart herunterspielt und verkennt, landet letztlich bei einem völlig anderen Evangelium. Dass manche Vertreter der Neuen Paulusperspektive hier nicht nur Paulus missverstehen, sondern auch eine Karikatur von Luthers tatsächlicher Position zeichnen, kann Härle hervorragend herausarbeiten.
Härle, Wilfried. Paulus und Luther. Ein kritischer Blick auf die ,New Perspective’. 362-393 in: Zeitschrift für Theologie und Kirche Bd. 103 (2006)